Die Altersvorsorge ist ein Thema, mit dem sich viele Menschen beschäftigen – allerdings oft erst dann, wenn es eigentlich viel zu spät ist. Es macht immer Sinn, die Vorsorgemaßnahmen für das Alter so früh wie möglich zu treffen. Auch, wenn es unangenehm ist, ist es sinnvoll, sich beispielsweise mit dem eigenen Ableben und der Finanzierung der Beerdigung zu beschäftigen, zum Beispiel im Rahmen einer Sterbegeldversicherung. 

Sterbegeldversicherung

Was ist eine Sterbegeldversicherung?

Bei der Versicherung handelt es sich um eine Art der Kapitallebensversicherung. Versichert ist der Fall des Todes mit einer Todesfallsumme. Mit dieser Versicherung wird der Zweck verfolgt, dass der Versicherungsnehmer bei seinem Tod gewährleisten kann, dass durch das Geld eine Beerdigung finanziert werden kann. So sind die Familien und Angehörigen nicht von der finanziellen Belastung, die ein Ableben mit sich bringt, betroffen.

Warum eine Sterbegeldversicherung abschließen?

Im Leben ist nichts umsonst – noch nicht einmal der Tod. Dies gilt zumindest für Angehörige und Familien. In der Bundesrepublik Deutschland herrscht eine Bestattungspflicht. Diese macht natürlich durchaus Sinn, kann allerdings erhebliche Kosten nach sich ziehen. Geld wird hier vor allem für Blumenkränze, Trauerkarten, Erbschein, Sterbeurkunden und Grabstein nötig. In der Vergangenheit wurden diese finanziellen Belastungen durch das Sterbegeld gedeckt. Allerdings wurde dieses vor knapp zehn Jahren in Deutschland abgeschafft. Seit diesem Zeitpunkt bietet der Markt eine immer größere Auswahl an Anbietern, die Sterbegeldversicherungen in ihrem Sortiment haben.

Die Höhe der Beiträge 

Zur Höhe der Beiträge kann keine pauschale Aussage getroffen werden. Diese ist nämlich abhängig von der jeweiligen Versicherungssumme und dem Alter des Versicherten. Hier wird das gleiche Prinzip zu Grunde gelegt, wie bei anderen Lebensversicherungen auch: Die Beiträge sind umso höher, desto höher auch die Leistungen sind. Außerdem besteht die Möglichkeit, einzelne Policen mit besonders hohen Summen oder zusätzlichen Optionen auszustatten. Ausschlaggebend ist ebenfalls die Dauer der Beitragszahlungen. Hier bieten viele Versicherungen eine Auswahlmöglichkeit, ob die Zahlungen bis zum 85. oder nur bis zum 65. Lebensjahr getätigt werden sollen. Nach diesem Zeitpunkt läuft die Versicherungspolice natürlich weiter – allerdings ohne weitere Zahlungen von Beiträgen. Die Police endet normalerweise mit dem 100. Lebensjahr. Es besteht allerdings auch die Option, die Beiträge ein ganzes Leben lang zu zahlen, wodurch die Höhe der Beiträge sinkt.

Macht es Sinn eine Sterbegeldversicherung abzuschließen?

Viele Menschen stellen sich die Frage, ob es Sinn macht, eine Sterbegeldversicherung abzuschließen. Theoretisch handelt es sich dabei nämlich um nichts anderes als eine Art der Lebensversicherung. Allerdings liegen die Versicherungssummen hier lediglich zwischen Beträgen von 2.000 und 10.000 Euro. Die Kosten für den Abschluss und die anschließende Verwaltung sind verhältnismäßig hoch. Der Bund der Versicherten schätzt die Sterbegeldversicherung daher als eine Versicherung ein, die nicht unbedingt empfehlenswert ist. Wesentlich mehr Sinn macht hier eine Altersvorsorge, die bereits frühzeitig angegangen wird.